Natürlich gibt es den Typus des Etikettentrinkers, über den sich der wahre Kenner (oder der sich dafür hält) gerne lustig macht wie über grauhaarige Herren, die im offenen Sportcabrio ihre dreissig Jahre jüngeren Blondinen vorführen. Allerdings gibt es auch so was wie umgekehrten Snobismus. Jene, die jeden Wein für puren Bluff halten, der, sagen wir mal, mehr als 50 Franken kostet. Natürlich denke auch ich, ein vernünftiger Preis sei ein Kriterium beim Weinkauf – eines unter anderen. Aber es gibt nun mal Weine, die sind teuer und gut, und sogar solche, die teuer sind, weil sie gut sind. Deren Berühmtheit eine Folge ihrer Qualität ist und die es mit Beharrlichkeit und Sorgfalt z ...