Medizinische Innovationen, so die verbreitete Meinung, nützen den wohlhabenden Ländern und vergrössern die ohnehin schon bestehende Kluft zwischen Arm und Reich. Das mag stimmen. Doch vergessen geht dabei, dass auch die armen Nationen von den medizinischen Entwicklungen profitieren. Am dramatischsten zeigt sich das bei der Lebenserwartung: In praktisch allen Ländern der Welt werden die heute lebenden Menschen ein höheres Alter erreichen als ihre Grosseltern. Und es gibt keine Hinweise dafür, dass dieser Trend demnächst gebrochen würde. Eine tragische Ausnahme bildet Afrika, wo die Lebenserwartung wegen Aids wieder auf den Stand von 1980 zurückgefallen ist.
Für die höhere Lebenserw ...