«Geheimdienstaktionen sollten nicht mit Missionarsarbeit verwechselt werden», sagte einst Henry Kissinger. Wahrhaftig nicht: Geheimpolitik ist fast immer zynisch, an kurzfristigem Vorteil orientiert, von Verrat und Täuschung gekennzeichnet – gestern Freund, heute Feind. Doch Saddam profitierte jahrzehntelang von politischem Zynismus und der Habgier seiner Geschäftspartner. Frankreich und die Sowjetunion rüsteten ihn auf, deutsche, britische und amerikanische Firmen halfen ihm beim Bau seiner mörderischen Kapazitäten.
Nur amerikanische Regierungen hatten es mehrmals in ihrer Hand, Saddam im Abgrund der Geschichte verschwinden zu lassen. Auch waren die Vereinigten Staaten zugegen, al ...