Feinschmecker, was für ein furchtbares Wort. Kein Mensch, der gutes Essen liebt, kann es ertragen, als Feinschmecker tituliert zu werden. Viel zu aufdringlich ist der Geruch, der den Begriff umgibt, samt all seinen unsympathischen Ver- knüpfungen: dem Getue in den schicken Restaurants, dem Vokabelheft der Weinfachtrottel, der Arroganz der Teueresser.
Gleichzeitig ist die Verfeinerung des Essens die Voraussetzung dafür, dass selbst entschiedene Anti-Feinschmecker auf den Geschmack kommen und sich von der berechtigten Antipathie gegen die Begleitmusik nicht mehr ablenken lassen, wenn es ums Wesentliche geht: um die Vielfalt der Geschmäcker dessen, was auf den Teller kommt.
Ich habe für da ...