Noch immer geht von ihm jene gebieterische Präsenz aus, mit der er früher in der Neuen Zürcher Zeitung das wirtschaftspolitische Geschehen aus liberaler Warte kommentierte. Gerhard Schwarz, seit kurzem 65-jährig, jahrzehntelanger Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Publizistik, hat eben seinen Posten als Chef der freiheitlichen Denkfabrik Avenir Suisse geräumt. Wir ziehen Bilanz und blicken voraus.
Schwarz wurde 1951 in Vorarlberg geboren. Er studierte in St. Gallen Wirtschaft und stiess als junger Akademiker zur NZZ, in der er bald zum liberalen Gewissen des Blattes avancierte. Von seinen Gegnern oft als «neoliberaler» Dogmatiker verschrien, ist Schwarz in Wahrheit das Geg ...