Nachdem Ajatollah Ruhollah Chomeini am 14. Februar 1989 eine Fatwa gegen Salman Rushdie verhängt und ein hohes Kopfgeld für die Vollstreckung des Todesurteils ausgelobt hatte, gründeten achtzig deutsche Verleger den Artikel-19-Verlag, um eine deutschsprachige Ausgabe der «Satanischen Verse» herauszugeben. Der Name des Verlages bezog sich auf den Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, in dem das Grundrecht auf Meinungsfreiheit verankert ist. So wollten die deutschen Verleger ihre Solidarität mit Salman Rushdie dokumentieren und das Risiko auf möglichst viele verteilen. Der deutsche Übersetzer dagegen blieb anonym, es war eine weise Entscheidung, die ihm möglicherweise ...