Schimpansen halten nichts von Treue und von Nachwuchsbetreuung. Die Rudelführer, die Stärksten im Pulk, bespringen, wen sie wollen, dann trollen sie sich. Die schwächeren gehen sexuell oft leer aus. Da die Schimpansen-DNA sich von der menschlichen nur um höchstens fünf Prozent unterscheidet, rätselt die Forschung seit Jahrzehnten, wieso sich der Mensch im Gegensatz zum eng artverwandten Affen für ein ganz anderes Sexual- und Familienmodell entschieden hat.
Man kann angesichts der Scheidungsraten – in der Schweiz inzwischen 54 Prozent – ernsthaft zweifeln, ob die Monogamie ein besonders kluges Modell ist. Aber nicht das beschäftigt die Wissenschaftler, sondern die Frage, wie es ü ...