Madame und Monsieur Paumelle laden zum Geburtstag ihres neunjährigen Sprösslings. Aus dem Fest wird ein blutiges Chaos: Der Nachbar erhängt sich, die Eltern erschiessen sich – wegen des neunmalklugen Balgs. «Victor oder Kinder an die Macht» hiess die Groteske von Roger Vitrac, die, 1928 in Paris uraufgeführt, vor allem die Surrealisten hell entzückte. Die Bourgeoisie-Satire kam dank des Dramatikers Jean Anouilh, der sie an den Münchner Kammerspielen inszenierte, Anfang der Sechziger zur richtigen Zeit wieder zu Ehren: Der Nachwuchs begann die Haltbarkeit des Traditionssilbers in Frage zu stellen, um es etwas später von der Bildungstafel zu fegen.
Eine andere, etwas handfestere «K ...