Nennen Sie einen bekannten zeitgenössischen US-Philosophen. Kommt kein Name? Hundert Punkte. Es gibt keinen. Gedacht wird viel, von Politologen, Wirtschaftsanalytikern, Wissenschaftlern. Aber veröffentlichtes Nachdenken ist ein leidenschaftliches Nebenprodukt der Erwerbstätigkeit, kein Beruf. Niemand in den USA studiert, um Philosoph und garantiert nicht reich zu werden.
Aber irgendeine Sehnsucht nach unquotierbarer Neugier muss da sein. Sonst hätte sich nicht das halbe Medienland über Bernard-Henri Lévy gebeugt, nur weil er etwas über die USA absonderte. Wen in den USA kümmert Frankreichs schickster Philosoph mit dem lächerlichen Kürzel BHL, elend reich, ewig gutaussehend in Anzu ...