Anfang Juni: Benjamin Netanjahu, grauhaarig und mit feierlich-trauriger Miene, steht am Tresen des Cafés «Max Brenner». Vor 24 Stunden wurden hier vier Menschen von Terroristen erschossen, mehr als vierzig wurden Âverletzt. Der Premierminister, den alle Bibi nennen, nimmt sich ein paar Minuten Zeit, um mit dem Kellner zu sprechen, der am Vortag im Café «Brenner» in Tel Avivs VergnügungsÂÂÂÂÂmeile Sarona Dienst hatte. Weil Sicherheitskräfte die beiden vom Publikum abschirmen, ist das Gespräch zwar nicht zu hören. Zu sehen ist aber, wie der Wirt mit Gesten den Tathergang schildert. Netanjahu presst seine Lippen zusammen, so wie er es oft tut, bevor er antwortet, als wollte er d ...