Synästhetische Sprünge von einem Sinnenbereich in den andern, wenn Farben klingen, Gerüche Farben annehmen und Klänge Formen, sind im ganzheitlichen Sensorium eines Künstlers eine Selbstverständlichkeit. Und, wenn wir einmal bei der Musik bleiben, nicht ohne Tücke: Leicht wird dabei der Musiker zum Illustrator, wie selbst Meisterwerke wie Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung» belegen. Louis Sclavis, der 1953 in Lyon geborene Klarinettist, ging in seinem Werk immer wieder von Kino, bildender Kunst, Fotografie aus. Die Bilder seiner jüngsten CD hängen in keiner Ausstellung. Sie sind «Characters on a Wall» (so der Titel) des ...