Das Mikroskop von Carlo Montemagno ist ein Schaufenster in eine merkwürdige Welt, bevölkert von winzigen Zweibeinern, die seitwärts über eine Metallfläche staksen. Bei näherem Hinsehen erkennt man sie als Mischwesen aus künstlicher Mechanik und natürlichem Zellgewebe. Muskelstränge bewegen Skelette aus Silizium. Montemagno, Professor an der University of California in Los Angeles, blickt auf sein Werk herab wie Gott am siebten Tag der Genesis auf seine Schöpfung – und tatsächlich geniesst er unter Bioingenieuren einen geradezu überirdischen Ruf. Kein anderer Forscher baut so gute Biomotoren wie Montemagno.
Bei seinem neuesten Meisterstück gelang es Montemagno erstmals, mensche ...