Im Westen nichts Neues. Deutsche Soldaten liegen britischen, französischen und belgischen im erbarmungslosen Stellungskrieg gegenüber, oft nur hundert Meter voneinander entfernt. Die Frontlinie im Dezember 1914 ist erstarrt, seit im August der «Grosse Krieg» begonnen hat. Hunderttausende sind bereits gefallen, die anfängliche Kriegsbegeisterung ist längst schrecklicher Angst gewichen. Da geschieht am Weihnachtsmorgen doch etwas Neues: Statt zu den Waffen greifen die Soldaten zu Pappschildern und halten sie in die Höhe. «We Not Fight, You Not Fight» oder «Frohe Weihnachten» steht auf ihnen; dann wagen es die ersten, aus den Schützengräben zu steigen. Bald folgen alle und beerdige ...