An sich lässt sich der Betriebsunfall der schweizerischen Fluggesellschaft ganz nüchtern festhalten: Am 2. Oktober 2001 um 16 Uhr 15 parkierten die Swissair-Piloten ihre Flieger in Reih und Glied auf dem Flughafen Kloten, weil ihrer Arbeitgeberin das Geld ausgegangen war. Doch auch zehn Jahre danach befinden sich das Land, die Bewohner und die direkt Betroffenen noch Lichtjahre von solchem Pragmatismus entfernt. Damals wurde das Wort «Grounding» geboren, das noch heute die Emotionen rund um Schuld und Sühne für das unrühmliche Ende der Swissair hochkochen lässt.
Aus der Distanz ist nun zu fragen: Sind grundsätzliche Lehren zu ziehen? Oder ist der Fall Swissair ein origi ...