Es ist die lächerlichste Prätension, allen gefallen zu wollen», schreibt Goethe in einem Brief an Riemer. Das dürfen wir beim gelegentlich etwas überbordenden Liebhaber des Rheinweins zwar nicht nur, aber auch auf den Wein beziehen. Wo alles fliesst, gibt’s keinen Kanon. Erlaubt ist, was gefällt, und zwar dem Einzelnen. Die Glaubenskriege zwischen Terroiristen und Globalisten, zwischen Anhängern des Eichenholzes und den Apologeten des Stahltanks sind doch immer auch Kämpfe um des Kaisers Bart. Oft genug geht’s nicht um die Sache, sondern um Ideologie. Zwischen Önotechnikern und Naturisten klaffen Abgründe. Die Kapuzinerpredigten, in denen der ehrenwerte Andreas März in seiner ...