Der tief in den Genen verankerte Seins-Auftrag des Appenzeller Bläss lautet: Mit Gekläffe und Beinarbeit, vor allem aber unter angemessener Verwendung des zu diesem Zweck konfigurierten Prachtgebisses dafür sorgen, dass jedes einzelne Viehtier spurt. Im Rahmen dieser klar definierten Mission zwickt der gutmeinende Hirte auch mal einen Menschen in die Wade, wenn der vor ihm vom rechten Weg abweichen will. Appenzell-Wanderer können ein schmerzliches Liedchen davon singen.
Bella, die Hündin meiner im Ausserrhodischen wohnenden Schwester, ist so ein Bläss. Wobei es bei Bella atypischerweise nur die ersten fünf, zehn Minuten der Bekanntschaft sind, in denen man die eigenen Bewegungen vorsi ...