Nicht nur unter Agenten und Terroristen gibt es «Schläfer», gelegentlich schlummert auch eine Schallplatte bis zur Explosion vor sich hin. Die LP, die Ray Charles 1962 mit einem Sänger produzierte, den sie «Little» oder «Crying» Jimmy Scott nannten, ist so ein Fall. Sie lag seinerzeit ein paar Tage in den Plattengeschäften und auf Radiostationen herum, wurde sofort wieder eingezogen und blieb, bis eben erst, ein Gerücht, dessen Überprüfung sich Insider aus dem innersten Zirkel einer sehr besonderen Liebhaberei 800 Euro und noch mehr kosten liessen – falls sie überhaupt an eine der paar Raubkopien gelangten.
Die wurden gehandelt wie harter Porno. Weil Scott in den fünfziger J ...