Michelle Obamas Arme – das klingt wie der Titel eines skurrilen, sehnsüchtigen Songs einer windelweichen weissen Rockband aus dem Jahr 2010. Diese Arme wurden 2008 ein Thema, kurz nach dem umwerfend schönen ersten Tanz zur Inauguration Barack Obamas als erster schwarzer Präsident der USA. Das Ehepaar tanzte, während Beyoncé «At Last» sang. Und wie Angelinas Lippen oder Jennifers Haar wurden diese Arme zu etwas, das – mal praktischer-, mal frustrierenderweise – davon ablenkte, dass unter der verlockenden Oberfläche ein komplexes, undurchschaubares Menschenwesen lebt.
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