Wenn es wahr ist, dass Dada da war, bevor Dada da war, dann Blabla aber erst recht. Der erste Beleg für das lautmalerische Blabla, leeres Gerede, stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist auf einem Graffito in der Georgskirche auf der Bodenseeinsel Reichenau zu sehen, damals noch «plapla» geschrieben. Wer redet schon druckreif? Uns allen entwischt doch ab und zu ein Sprachrülpser, wir eiern herum, palavern belanglosen Schmus ins Handy, texten den Nachbarn zu, während die Nachbarin uns mit sinnfreiem Geschnatter an die Wand quatscht. Ein Gemeinplatz da, eine Binsenweisheit dort, Floskelwolken entladen sich, und es regnet rhetorische Girlanden.
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