Beim Wein ist derzeit kein Begriff inflationärer als der des «Terroirs». Alle beschwören wie Faust den Erdgeist, und fast alle müssen am Ende wie der zur Kenntnis nehmen: «Du gleichst dem Geist, den du begreifst. / Nicht mir.» Der in diesen Kolumnen dilettierende Zauberlehrling inbegriffen. Bei «Terroir», dieser önologischen Unschärfe, schwankt alles ins Ungewisse, ist Unterschiedlichstes gemeint: keineswegs nur die geologischen oder pedologischen Grund-Lagen, sondern Makro- und Mikroklima, Hydrologie, ja selbst Traditionen der Weinbereitung. Ich glaube ja (mit Ausnahmen) auch den wenigsten Degustatoren, die von der «Mineralik» der Weine schwärmen. Auch mir rutscht der Mode ...