Nie mehr seit dem Zweiten Weltkrieg waren die deutsch-amerikanischen Beziehungen so angespannt wie heute. Spüren Sie dies in Ihren persönlichen Begegnungen mit Deutschen?Grundsätzlich sind die Deutschen nach wie vor sehr amerikafreundlich, was ich als Leiter einer transatlantischen Institution oft zu spüren bekomme – sei es an einer Konferenz, sei es im Bundestag oder in einem Taxi. Aber die Nerven liegen derzeit blank: Nach Fernsehauftritten erhalte ich neben zustimmenden Äusserungen inzwischen auch «hate mail». Dabei geht es interessanterweise nie um politische Themen, sondern immer um Attacken auf meine Person.
Wie erklären Sie sich das Ausmass des Erfolges, den Kanzler Schröd ...