Nicht einmal auf die Zahl der Todesopfer des Terroranschlags von Ankara können sich die verfeindeten politischen Lager in der Türkei einigen. Während der Co-Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Partei der Völker (HDP), Selahattin Demirtas, von 128 Menschen sprach, die am letzten Samstag beim Bombenattentat auf einen Massenauflauf prokurdischer und linker Demonstranten umgekommen seien, sind es nach Zählung der islamistischen Regierung «nur» deren 102.
Kaum Empathie für die Todesopfer
Wer auch immer hinter dem Massaker steckt – zwei Dinge sind jedenfalls klar. Wie schon beim Attentat von Suruc im Juli waren auch in Ankara kurdischstämmige Türken und linke Demonstranten ...