Als Joseph S. Blatter während der Weltmeisterschaft in Südafrika, in Zeiten seines grössten Triumphs also, von der Weltwoche gefragt wurde, ob er 1998 seine erste Wahl zum Fifa-Präsidenten gekauft habe, reagierte der Walliser mit Emotionen und klaren Worten: «Geld ist geflossen», antwortete er erregt, «aber nicht bei mir.» Womit zumindest eins klar ist: Weltfussballverband und Korruption sind keineswegs sich ausschliessende Chiffren, und als hätte es noch eines Beweises bedurft, liegt dieser nun, drei Monate nach dem ersten WM-Finale in Schwarzafrika, auf dem Tisch. Reporter der britischen Sunday Times hatten zwei Exekutivmitglieder, den Nigerianer Amos Adamu und Reynald Temarii aus ...