Man stelle sich vor, Christoph Blocher hätte seine Albisgüetli-Rede unter das Motto «Das Gras ist grün» gestellt. Eine Welle höhnischen Protestes wäre dem SVP-Nationalrat sicher gewesen. Der ewige Holzschnitzer, hätte man gerufen – Gras sei doch nicht nur grün, sondern auch mal gelb oder braun, Expressionisten malten es sogar mit blauer oder roter Farbe. Und grüne Kreise hätten mutmasslich eine Strafanzeige in Betracht gezogen, weil Blocher das Urheberrecht des Labels «Grün» zumindest geritzt haben könnte, wie man bei solchen Gelegenheiten jeweils zu sagen pflegt.
Der Anti-Blocher-Effekt ist seit über zwei Jahrzehnten eine Konstante der Schweizer Politik. Er wird auch bei d ...