Es ist eine Eigentümlichkeit unserer Tage, dass die Urteilskraft vieler Zeitgenossen umso flinker agiert, je undurchsichtiger die Lage sich gestaltet. Kaum sind die ersten Schläge im persischen Raume gefallen, so erheben sich bereits jene Stimmen, welche das Ende der amerikanischen Hegemonie beschwören oder – im Gegenteil – die endgültige Befriedung des Orients durch das Schwert prophezeien. Der Verfasser, der in seinem langen Berufsleben manchen Sturm im diplomatischen Wasserglas und auf den Schlachtfeldern der Welt heraufziehen sah, erlaubt sich hier ein Wort der Zurückhaltung. Wer heute, gestützt auf die Depeschen der New York Times oder die scharfen Analysen des Wall Stre ...