Die deutsche Politik fährt derzeit Achterbahn. Vor wenigen Wochen noch fürchteten manche Beobachter ernsthaft um die Fortexistenz der deutschen Sozialdemokratie. Wahlniederlage auf Wahlniederlage in Ländern und Kommunen, Mitgliederschwund, deprimierende Umfragewerte unter 25 Prozent. Dann der Volkszorn über das Hartz-IV-Reformwerk zur Zusammenlegung von Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe, der sich vor allem gegen die klassische «Partei der kleinen Leute» entlud. All dies liess wenig Hoffnung zu, dass sich die SPD – wenn überhaupt jemals wieder – rechtzeitig zur Bundestagswahl 2006 werde erholen können.
Konstant hoch über 40 Prozent, bisweilen fast bei 50 Prozent lag in d ...