Als ich mir den Film «A Single Man» von Tom Ford im Kino anschaute, fiel es mir zum ersten Mal auf: So sieht die Welt aus, wenn man sie durch die Augen eines Mitglieds einer Minderheit betrachtet. Im Fall des ehemaligen Gucci-Designers, der plötzlich auch Art-Direktor und Hollywoodregisseur geworden war, handelte es sich dabei um einen übermässig stilvollen Ort, an dem schöne, gutgekleidete Menschen in grossartig eingerichteten Häusern langweilige Leben führten – und alle schwul waren beziehungsweise Schwule spielten (ausser Julianne Moore, die weibliche Hauptrolle). Ich fand das in Ordnung, denn ich sah mich nicht als Teil der Zielgruppe, zudem war der Film über alles betra ...