Unser ganzes Dasein gleicht einem Blues – mal in Dur, mal in Moll. Musik ist die Medizin, damit fertig zu werden. Als ich 1967 zum ersten Mal «Sunshine of Your Love» von Cream hörte, war das wie LSD vor LSD. Alles kam zusammen: psychedelische Metaphern wie «It’s getting near dawn when lights close their tired eyes». Dazu ein magischer Busch-Beat, gepaart mit diesem einmaligen Gitarrenriff, das sich wie ein Laserbrenner durch die Gehörgänge frisst. Ich lebte damals in einem Studenten-Mansardenzimmer in Neuenburg und starrte fassungslos auf meinen Plattenspieler. Immer wieder schob ich die Nadel zu diesem Song, so lange, bis sich ein Krater im Vinyl bildete. Es war kristallkla ...