Ungeschliffene Edelsteine, mit denen Rebellen Kriege gegen legitime Regierungen finanzieren, sind Blutdiamanten. So lautet die Definition des «Kimberley-Prozesses», einer internationalen Initiative, die sich dem Kampf gegen den Handel mit Konfliktdiamanten verschrieben hat. Der Begriff erlangte durch die Bürgerkriege in Sierra Leone, Angola und Kongo-Kinshasa traurige Berühmtheit. Mit Herkunftszertifikaten versucht der Kimberley-Prozess die Verbreitung von Blutdiamanten einzuschränken. Zertifikate lassen sich allerdings fälschen oder ad absurdum führen. Ein Schweizer Diamantenhändler legt zum Beispiel ein Herkunftsdokument vor, das von Belgien für einen kongolesischen Stein ausgeste ...