Im Bedürfnis, alles zu etikettieren, fand sich auch für das Werk des kanadischen Regisseurs David Cronenberg (64) eine «Schublade», in der sich sein verstörender Hang zu surrealen Rohheiten unterbringen lässt: «Body Horror». In «Eastern Promises» gerät die Hebamme Anna (Naomi Watts) an das Tagebuch eines geschundenen Mädchens, das nach der Geburt seines Kindes stirbt. Annas Versuch, die Herkunft der Verstorbenen zu eruieren, wird – mitten in London – eine Reise ins Herz der Finsternis. Sie gerät an die russische Mafia und zwischen drei Männer, deren physische Bedrohlichkeit sie lange ignoriert: gefährlich jovial und onkelhaft Armin Mueller-Stahl als Boss; brutal und vulgä ...