Dass sich Doudou Diène, «Uno-Sonderberichterstatter für gegenwärtige Formen des Rassismus, rassistischer Diskriminierung, der Fremdenfeindlichkeit und ähnlicher Formen der Intoleranz», so seine Berufsbezeichnung, im vorigen Jahre die Schweiz als Ziel einer Inspektionsvisite ausgesucht hatte, löste bei vielen Einheimischen Erstaunen aus. Nicht Ruanda, Libyen, Burma, Syrien, den Kongo, den Iran, den Sudan oder sonst eines der zahlreichen Länder dieser Welt, wo Minderheiten den rechtlichen Status von streunenden Hunden haben, wollte er besuchen. Sondern ausgerechnet die Schweiz, das Land mit der weltweit grössten Psychotherapeutendichte und der vielleicht erfolgreichsten zivilisatorisc ...