Für den obersten Atomwaffenjäger war es ein unerwartet erfreulicher Abschluss eines unerfreulichen Jahres, als er kurz vor Silvester das Massenvernichtungsarsenal von Muammar Gaddafi in Augenschein nehmen durfte. Mohammed al-Baradei, Chef der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA), dessen Mission im Irak im vergangenen März abrupt vom Krieg beendet wurde, brachte aus Libyen eine frohe und eine weniger frohe Botschaft. Erstens: Das libysche Atomprogramm sei wenig fortgeschritten. Zweitens: Die gefundenen Teile liessen auf ein globales Netzwerk von dubiosen Firmen, raffgierigen Wissenschaftlern und skrupellosen Mittelsmännern schliessen.
«Ein Augenöffner» sei es gewesen, sagte der s ...