Ein gewöhnlicher Popstar war Bono Vox nie. Der Sänger der irischen Rockformation U2 begann seine Karriere als lärmender Lausbub im Gerassel von New Wave und Punk, bevor er sich schnell in der Rolle des gutaussehenden Ersatz-Messias zurechtfand und die Welt mit Hymnen versorgte. Was für Hymnen! Nur Rod Stewart konnte in der Performance der globalen Fischerchöre ähnliche Erfolge erzielen wie Bono, aber der zielte nicht auf die Fussballfans aller Länder wie Onkel Rod, sondern auf ein junges, politisiertes, aber auch irgendwie spirituell bedürftiges Publikum, das beim Mitsingen von «Sunday Bloody Sunday» oder «I Still Haven’t Found What I’m Looking For» den kollektiven Schauer li ...