Der horrende Betrag von monatlich 85 000 Franken, den die Fürsorgebehörde von Wettswil ZH für die psychiatrische Versorgung des zwölfjährigen Zöglings mit dem Pseudonym Boris bewilligen musste, schreckt auf. Doch das Geld ist nicht einmal das HauptproÂblem. Wenn man damit wirklich ein Menschenleben retten kann und wenn es keine AlterÂ-naÂtiven gibt, ist kein Betrag zu hoch.
Es ist viel schlimmer: Das viele Geld wird nicht gebraucht, um ein Kind zu heilen, sondern bloss, um es zu verwalten. Die Akten zum Fall Boris, die der Weltwoche vorliegen (Seite 24), vermitteln ein trostloses Bild. Seit Jahren wird der schwierige Junge von einer Institution an die nächste weitergereicht. Alle ...