Es gibt kaum einen Sport, der in Russland und in der früheren Sowjetunion eine grössere gesellschaftliche und kulturpolitische Bedeutung besitzt und besass wie das Schachspiel. Grossmeister wie Garry Kasparow, Anatoli Karpow oder Leo Kortschnoi sind Persönlichkeiten der Zeitgeschichte.
Über all diesen Grossmeistern schwebt Boris Spasski, der 1935 im damaligen Leningrad geboren wurde. Seine Kindheit und Jugend waren durch den Zweiten Weltkrieg von Not und Elend geprägt. Die Belagerung der Stadt durch die deutsche Wehrmacht stürzte auch ihn in die grösstmögliche Verzweiflung.
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