Eduard Tubin kam von unten und – was das europäische Musikgeschehen betraf – von aussen. Er wurde am estnischen Peipussee als Sohn eines Fischers geboren und lernte beim Schweinehüten das Flötenspiel. Er machte in der Dorfkapelle mit und begann später in Tartu eine Lehrerausbildung. Bald wechselte er zur Musik, wurde Repetitor und Dirigent am Theater dieser Stadt. Und er begann zu komponieren, vor allem Sinfonien. Heute gilt er als Estlands bedeutendster Sinfoniker, obwohl er nur die ersten vier seiner zehn Sinfonien in der Heimat geschrieben hatte.
Flucht vor der Roten Armee
Im 20. Jahrhundert war Estland bloss drei Jahrzehnte lang selbständig: zwischen den beiden Weltkriegen und s ...