Die Nomination von Norman Gobbi, 38, zurzeit Präsident der Tessiner Regierung, dürfte einige politische Schwergewichte südlich des Gotthards arg in Verlegenheit gebracht haben. Vom Sozialdemokraten Roberto MalaÂcrida über den Freisinnigen Giovanni Merlini und Gabriele Pinoja von der Volkspartei bis zum Christlichdemokraten Filippo Lombardi stellten sich zwar fast alle öffentlich hinter den Bundesratskandidaten der SVP. Alles Âandere wäre in der Tessiner Öffentlichkeit schlecht angekommen. Seit sechzehn Jahren wartet die italienischsprachige Schweiz auf Âeinen Vertreter im Bundesrat. Der kürzlich mit Glanzresultat wiedergewählte Staatsrat Gobbi ist nicht nur beim Volk beliebt. Sel ...