Dem Jurypräsidenten der letztjährigen Filmfestspiele von Venedig, dem mexikanischen Regisseur Alfonso Cuarón («Gravity»), wurde mit der Verleihung des Goldenen Löwen an den venezolanischen Spielfilmerstling «Los amantes de Caracas» – oder «Desde allá» oder auch «Caracas, eine Liebe» – von Lorenzo Vigas Parteilichkeit vorgeworfen. Zwar hätten er und die Jury ein Zeichen setzen wollen, um dem Westen zu demonstrieren, wie es um die Rechte der Homosexuellen in Lateinamerika stehe, nämlich zappenduster, aber so recht fand die internationale Kritik an dem Entscheid keinen Gefallen. Dabei dringt «Los amantes de Caracas» boshaft in die Abgründe verquerer sexueller Neurosen.
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