Der traurigste Mann Brasiliens
Der traurigste Mann, der je in Brasilien gelebt hat, war Moacyr Barbosa, in der Blüte seiner Jugend der beste Torwart des Landes. Er wurde mit 79 Jahren zu Grabe getragen, aber ein Untoter war er schon seit dem 16. Juli 1950. «In Brasilien sieht das Gesetz für Mord die Höchststrafe von dreissig Jahren Haft vor. Doch ich bezahle lebenslänglich für ein Delikt, das ich nicht einmal begangen habe», klagte er.
Barbosa, damals 29, war der Urheber der grössten anzunehmenden Tragödie, die ihm Brasilien nie verzieh. In Rio feierten 200 000 Augenzeugen in der Maracanã-Betonschüssel, dem grössten Stadion der Welt, ihre Seleção in einer vorauseilenden Karne ...