Als die Genfer Regierung letzte Woche die Forderung nach einer Amnestie für Sans-Papiers in Bern deponierte, waren die Fronten schnell abgesteckt. Die systematische Missachtung der Gesetze dürfe nicht mit einem Recht auf Niederlassung belohnt werden, protestierten bürgerliche Politiker. Die Amnestie biete eine einmalige Chance, eine Realität in legale Bahnen zu lenken und die Schwarzarbeit einzudämmen, tönte es von der linken Seite. Es sind die alten Argumente in einer Diskussion, die alle paar Jahre wieder mal lanciert wird, ohne dass jemand die entscheidende Frage stellt: Welche Vor- oder Nachteile würde eine Amnestie der Allgemeinheit bringen?
Dass sich die Zahl der Schwarzarbeit ...