Die Stimmung kommt aus der Düse, eine Seifenblasen-Maschine blubbert Glück in den Raum. Eun-yee und Han-min verbeugen sich vor dem chure. Es blitzt. Musik. Das Paar verneigt sich vor den Brauteltern. Es blitzt. Vor seinen Eltern. Nach jeder Bewegung huscht eine kleine Schneiderin heran, zupft Eun-yees Brautkleid in fotogene Falten.
Ein Bus voller Studentinnen, Freundinnen der Braut, hatte uns am Mittag von Seoul in die Mitte Koreas gebracht. Im Heiratspalast von Gimcheon reihten sich alle in eine Schlange. Han-mins Bruder und ein Onkel nahmen Geschenke entgegen, meist weisse Umschläge. Sie versahen sie mit jener Nummer, unter der wir uns ins Gratulationsbuch eintrugen. Dafür erhielten wi ...