Teheran, 20. Januar. Ein verschneiter Tag in der iranischen Hauptstadt. Die Bevölkerung ist weiterhin vom internationalen Internet abgeschnitten. Zugang zu einem separaten Netz haben ausschliesslich staatlich kontrollierte «kulturelle Einrichtungen». Im inländischen Internet dominieren Zensur, manipulierte Informationen und Desinformation.
Parallel dazu setzen die Behörden ihre Einschüchterungsmassnahmen fort. Sie laden Schauspieler, prominente Fussballspieler und Sportler vor Revolutionsgerichte, sperren deren Bankkonten oder beschlagnahmen Vermögenswerte, was eine abschreckende Wirkung weit über den Kreis der Betroffenen hinaus hat. Bereits während der Protestbewegung ...