Stars wie Audrey Hepburn, Grace Kelly, ja selbst Marilyn Monroe, wirkten noch wie vestalische Jungfrauen, die seit Geburt mit ihren Kleidern verschmolzen schienen und deren Sinnlichkeit mit einem trockenen Kuss ihr absolutes libidinöses Limit erreichte, da betrat wie ein Sprengmeister der sogenannte Wildfang Brigitte Bardot das Filmbusiness und riss es aus den Fundamenten der Restauration. Die blonde Französin mit der wilden Mähne, dem lasziven Schmollmund und dem drahtig-bacchantischen Hüftschwung machte aus der Leinwand einen Voyeurismus-Tempel. Und den errichtete ihr Entdecker und erster Ehemann Roger Vadim mit «Et Dieu … créa la femme» (1956). Gezielt spielte sie die (män ...