Eindeutig zweideutig
Was haben Marlon Brandos Lächeln, die deutsche Sprache, der Heimatbegriff und eine zärtliche Rauferei zwischen Vater und Sohn gemeinsam? Zum Beispiel das Zwiespältige, meint die 62-jährige Schriftstellerin Brigitte Kronauer, das irrlichternde Ambivalente, das jedem Ding innewohnt. Und gerade der Literatur. Dieser omnipräsenten Zweideutigkeit spürte Kronauer während der letzten zehn Jahre in Essays, Skizzen und Rezensionen nach, die nun gesammelt vorliegen. Am erhellendsten sind Kronauers Rezensionen, während sie in den Kolumnen und auch in manchen Gelegenheitstexten den im Titel selbst auferlegten roten Faden verliert. Da wünscht man sich gerne etwas weniger Amb ...