Letzte Woche hatte ich einen seltsamen Grippe-Fiebertraum: Es war Sonntagabend, in ein paar Minuten würde die erste Folge der vierten Staffel von «Music Star» ausgestrahlt werden. Von Berufs wegen würde ich nicht darum herumkommen, mir die Sendung anzuschauen, aber Lust hatte ich wenig darauf: Was konnte man sich über dieses Casting-Format noch Erwähnenswertes aus den Fingern saugen? Zwölf Kandidaten (darunter garantiert mindestens eine Schwarze/ein Schwarzer, ein Italo-Secondo, eine ganz Dicke/ein ganz Dicker, eine Standesbeamtin etc.) würden vor einer in erster Linie an Selbstdarstellung interessierten Jury wieder die immergleichen langweiligen Songs immergleich langweilig performe ...