Die 24 Stunden zwischen dem 12. und 13. Dezember 2007 haben die Schweizer Politik nachhaltiger verändert, als den meisten Akteuren lieb sein kann. Einige tun zwar noch so, als sei nichts geschehen. Andere, die Christoph Blocher abgewählt haben, werden sich der Tragweite ihres Entscheids allmählich bewusst. Dritte hoffen auf rasches Vergessen. Tatsache ist, dass die Bundesratswahlen nicht in die Rubrik Personalia fallen, sondern das politische System des Landes umgekrempelt haben: Die Oppositionspolitik ist die künftige Realität.
Blenden wir 15 Jahre zurück: Am 3. März 1993 hätte Christiane Brunner als Vertreterin der SP in den Bundesrat gewählt werden sollen. Die Kandidatur war hoch ...