Am Tag nach meiner fürchterlichen Abstimmungsniederlage frohlocken im Bundeshaus die Linken. Beschwingt, fast schwebend wandeln sie durch die Gänge. Ich selber, in guter Stimmung, obschon auch ich grausam danebenlag, stosse in einem schmucklosen Vorraum auf ein Grüppchen fröhlicher Sozialdemokraten.
Gute Laune. Keine Häme. Es scheint, als ob sie über Nacht ein paar Zentimeter gewachsen wären. Sogar sie staunen, dass die Steuerreform derart brutal versenkt wurde. Niemand hatte das in dieser Krassheit erwartet. Sie röntgen mich freudig, um den Grad meiner Betrübtheit abzumessen.
Wir einigen uns auf ein Lob der direkten Demokratie. Einer flötet, es sei wunderbar, wie das Vo ...