Das amerikanische Kino liebt die effektvoll krachenden Konfrontationen zweier selbstbewusster Kontrahenten, den Showdown. Deshalb ist es vernarrt in den Boxerfilm, das körperbetonteste Monstrum, das alles bietet: von Liebe über Lug und Betrug bis Mythos und Märchen. Von anderen Genrefilmen unterscheidet sich der Boxerfilm nicht durch die Rabulistik, sondern durch die perfektionistisch choreografierten Körperexzesse in der Boxhalle als fiebrigem Treibhaus des Lebens. In seinem Zentrum der Ring, die Tretmühle um Reichtum und Ruhm, die sich in atavistischer Rohheit als Blutgegurgel erstickender Brüll- und Fausthieborgien darbietet.
Es ist die physische Wucht, welche exzessverliebte Holly ...