Ungarn, Frühjahr 2019: Ministerpräsident Viktor Orbán steckt in Schwierigkeiten. In Budapest und weiteren Städten des Landes ziehen Menschen gegen eine Arbeitsreform auf die Strasse, die es Unternehmen erlaubt, ihren Angestellten mehr Überstunden aufzulasten und Lohnzahlungen hinauszuzögern.
Die Kritiker sprechen von einem «Sklavengesetz». Auch Márton Benedek, tätig bei der EU-Kommission in der International Unit als Migrationskoordinator, ist empört. Der ungarische EU-Funktionär sieht in den Protesten eine Gelegenheit, den Druck auf den ungarischen Ministerpräsidenten zu erhöhen und den «Widerstand gegen das Orbán-Regime» zu vereinen mit Blick auf die Wahlen vom ...