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Bühne eines Jahrhunderts

Das Zürcher «Grand Café Odeon» ist seit 1911 das Wohnzimmer für grosse Geister und gestrandete Seelen.
Der Schottenhaml Josef, Münchner Cafe­tier, mittelgross und dunkelblond, mit leicht gelichtetem Haar, aber jovialem Gesicht, wäre von der Geschichte längst vergessen worden. Wenn er nicht vor exakt hundert Jahren eine Tat von bleibendem Wert vollbracht hätte. Die Eröffnung des «Grand Café Odeon» in Zürich, des unsterblichen Jugendstil-Kaffeehauses nach österreichischem Vorbild, Treffpunkt der Grossen und Gestrandeten, von Brecht bis Wille. Gesehen hat man sie alle im Laufe der Jahrzehnte, bei Kaffee oder Bier an den Tischen sitzend. Am Anfang also der Schottenhaml. Der nahm ein paar Franken in die Hand, orderte eine Annonce im Tagblatt der Stadt Zürich, die am 1. Juli 1911 ersc ...
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